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credits: cipha.net

Archiv für die Kategorie „RFID“

pc-virus infiziert mensch

Mark Gasson, ein britischer Wissenschaftler der Universität Reading, sagt, er sei der erste Mensch weltweit, der mit einem Computer-Virus infiziert wurde. Das geht, weil er so bescheuert war sich einen RFID-Chip in die Hand implantieren zu lassen. So konnte er Sicherheitstüren passieren und sein Handy benutzen.

Doch das Grauen endet hier nicht. Er führte diverse Versuche durch und fand heraus, dass er diesen Virus auch an andere Chips übertragen konnte. Die BBC hat dazu ein Video gemacht, wie das genau funktioniert.

Sehr schön auch der Kommentar am Ende des Beitrags: “Was wir hier sehen ist natürlich die Zukunft. Das hat heute keinerlei Auswirkungen auf ihren Herzschrittmacher zum Beispiel”. Nee, klar. Ein Herzschrittmacher ist dann das geringste Problem. Wenn das so weitergeht, dann sehen wir uns schneller mit dem Problem eines Puppet Master konfrontiert, als uns lieb ist. Und was das dann für Auswirkungen hat, kann man seit Mitte der 90er in “Ghost in the Shell” von Masamune Shirow sehen.

We. are. doomed. FUCK RFID!

rfid-pass-hacking

chris paget ist hacker und baut in seiner freizeit tragbare rfid-pass-hacking-geräte, deren einzelteile umgerechnet gerade mal 160€ kosten. er hat auch ein video gemacht, in dem er in 20 minuten durch san francisco fährt und aus dem auto heraus zweimal pässe klont. besorgt? sollte man sein, denn das ist der witz. zu allem überfluss werden in den usa neue führerscheine ebenfalls mit diesem nazi-chip ausgestattet, die er ebenso klonen kann.

bereits 750000 menschen haben den chip-pass bereits, in deutschland ist der rfid-reisepass seit ende 2007 pflicht. auch gut ist das neue logo unten auf der aussenseite des passes, das an ein allsehendes auge erinnert. tut mir leid, aber alleine deswegen gehört otto schily schon erschossen.

den kompletten bericht zum pass-klonen/pass-hacking findet man drüben bei http://theregister.co.uk. dort wird auch genauer auf die benutzte hardware und das schnüffelverfahren bezug genommen, auf dass diese prozedur genügend nachahmer finden möge. fuck the system.

die zukunft des geldes

die zukunft des geldes - designstudien
(oben: designstudien)

man braucht kein grossartiger prophet zu sein, um konstatieren zu können, dass wir uns in die richtung einer komplett bargeldlosen gesellschaft entwickeln. technisch ist das portemonnaie bereits sowas von überflüssig und auch bankkarten braucht in zeiten von handys oder funkchips eigentlich niemand mehr.

studenten des royal college of art durften sich zum thema austoben, dabei ging es um nicht weniger als die zukunft des geldes. welche sozialen und psychologischen auswirkungen wird das haben? welche neuen verhaltensweisen, gefahren, rituale, begünstigungen wird es dann geben?

als fiktiver kunde fungierte eine forschungsgruppe bestehend aus ethnographen (eine art völkerkundliche forschung), anthropologen (“die wissenschaft vom menschen”), computer-wissenschaftlern, psychologen und designern. gesponsert wurde das ganze vom chiphersteller intel.

die ergebnisse gibt es in einer ausführlichen form unter folgender adresse zur einsicht:

http://beta.interaction.rca.ac.uk/fom/. [via]

anwählbar sind hier die einzelnen projekte, ein klick darauf und die geschichte erscheint zum nachlesen. wirklich interessant und manchmal sogar witzig, könnte uns die eine oder andere idee mit gewisser wahrscheinlichkeit bald in der realität begegnen. oder eben nicht: denn studenten werden zu solchen themen selten um ratschlag gebeten, das geld kontrollieren andere.

meine persönliche meinung dazu sieht so aus, dass ich alles unterstütze, was sich in kritischen bahnen dazu bewegt (zum beispiel kenichi okada, dem jetzt schon das physische am geld fehlt). dem hype in bezug auf funkchips, besonders rfid, werde ich niemals folgen. dennoch kommen wir auf kurz oder lang kaum daran vorbei, uns vom geld, wie wir es kennen, zu verabschieden. die technischen entwicklungen setzen das immer mehr voraus und werden kaum diesen bereich aussparen.

kanadische spionagemuenzen II

wie es scheint sind diese “kanadischen spionagemünzen” simple sondergedenkmünzen mit einem roten mohnblatt. ca. 20 millionen stück wurden zu ehren kanadischer kriegsgefallener geprägt. gut, hat sich das auch wieder aufgelöst, die idee mit den “rfid-münzen” wäre auch eine spur zu abgefahren gewesen. [via]

kanadische spionagemuenzen

wie es scheint sind im zeitraum oktober 2005 bis januar 2006 in den usa kanadische münzen aufgetaucht, die mit rfid-transmittern verwanzt waren. die münzen wurden bei mehr oder minder hochrangingen mitarbeitern des us-verteidigungsministeriums gefunden, an drei unterschiedlichen orten und immer bei leuten, die erst kürzlich in kanada waren. bisher wird allerdings geschwiegen, wer und warum die mitarbeiter “verseucht” haben könnte, auch wie sie entdeckt wurden und bei welchen münzen dies genau der fall war wurde nicht öffentlich gemacht. (der artikel)

es ist nicht das erste mal, dass rfid-geld in den medien auftaucht: bereits 2001 wollte die europäische zentralbank rfid in seinen neuen banknoten unterbringen (siehe hier). leider weiss ich nicht, was aus diesen plänen geworden ist.

naja, gut, die münzen/scheine kurz in die mikrowelle und gut is’. wie das dann aussieht kann hier begutachtet werden: “20$-scheine explodieren in der mikrowelle”.

schutz vor rfids

melanie r. rieback und georgi n. gaydadjiev arbeiten derzeit zusammen an einer art “rfid-firewall”. es ist ein kleines gerät, das sich zwischen das rfid-verseuchte objekt und z.b. einen rfid-scanner schaltet und so die übertragung stört. so sendet das eigene objekt nur dann, wenn man es auch wirklich will. hier der link zu einem nützlichen wie interessanten pdf: http://www.cs.vu.nl/~melanie/rfid_guardian/papers/lisa.06.pdf, 660kb, englisch. [via]

es geht aber auch leichter: einfach z.b. den rfid-verseuchten reisepass ein paar minuten in die mikrowelle und der chip ist vergangenheit. (keine gewähr!)

spychips.com

eine hervorragende ressource zum thema “anti-rfid” findet sich unter spychips.com. diese englische website bietet ausreichend texte über “was kann man tun?”, aktuelle nachrichten und videos. [via] thanx for this great work, katherine and liz!