
Die Geheimdienste im 21. Jahrhundert sind obsolet. Die nächsten 50-100 Jahre wird es eine Bewegung geben weg von diesen starren, technologisch unterbelichteten, langsamen Regierungs-Institutionen hin zu privaten Datenverarbeitungsmaschinerien in Echtzeit, die neben dem genauen Aufenthaltsort einer Person Zugriff haben auf die Struktur der persönlichen Verbindungen, Vorlieben, Abneigungen, sowie die jeweilige Infrastruktur, technologisch gesehen, die sie brauchen, um das publik zu machen.
Vergesst CIA, NSA, BND oder MI6, willkommen Apple, Facebook, Google und Co.! Und vor allem darf man Microsoft nicht vergessen, die diesen Job bisher übernommen haben und eigentlich grandios waren in Bezug auf die Ausführung; weil es keiner merkt (niemand kennt den Code) und irgendwie ja jeder Vollhonk braucht.
Ernsthaft: Was unterscheidet einen Konzern wie Apple eigentlich in Bezug auf z.B. die CIA!? Die sind doch mittlerweile genauso mächtig oder bewegen sich zumindest auf Augenhöhe. Ich warte auf den Tag, an dem die das erste Land infiltrieren, mit einer Apple-Armee ausgestattet mit militärischen iPhones, iPads, iTanks, iB52s, iFlugzeugträgern. Die können das schneller, effektiver und v.a. heiliger: Der einstige Heiland ist ja schon tot, fehlt nur noch ein entsprechender Gedenktag oder die Zeitrechnung 1,2,3,etc. nach Jobs. Und es geht weiter, immer weiter…
Google hingegen treibt die transhumanistische Bewegung dieses Planeten voran, geht ja alles nicht schnell genug. Dafür gibt es eine Kurzweil-Universität, die wahr machen muss, was der Guru sagt. Google Glass ist der Anfang. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird es Google-Satelliten geben, Google-Marsrover, Google-Fernseher, -Uhren, -Autos, etc. Und natürlich, was Kurzweil über die nächsten 20 bis 50 Jahre gesagt hat. Muss so.
Und Facebook, tja, ist halt das neue Microsoft. Darf keiner durchblicken, aber jeder hängt am Zipfel. Muss auch jeder drin sein, weil es macht ja durchaus Sinn über Foursquare zu teilen, wo man sich gerade aufhält und es ist auch ungemein wichtig, jedes Frühstück und jeden Fliegenschiss über Instagram zu sharen. Dass dadurch Standortdaten und eigene Bilder in den Besitz von Facebook übergehen wird entweder vergessen oder ignoriert; die Scheiß-Welt da draußen ist kompliziert genug, who cares!?
Au weia, das ist der Westen, aber China macht das genauso und wird die nächsten 10-20 Jahre so richtig starten, siehe Huawei. Ein Konzept, das sich weltweit durchsetzt! Grandios.
Moment, Moment. Ich bin Technikbegeisterter und stehe auch zu meiner Nerdhaftigkeit, da ist nichts verkehrt dabei. Ich bin auch nicht die 1,11 Milliarden, ich bin kein Windows-User und Apple schon gar nicht. Doch ich habe gelernt, dass don’t be evil einen Scheißdreck bedeutet, wenn man erst einmal anfängt sich mit WERBUNG einzulassen. Da kann ich meine Seele auch gleich für 5€ dem Teufel persönlich verkaufen, da habe ich mehr davon.
Fazit: Sobald der Rubel rollt wird alles über Bord geworfen. Da wird aus einem Hippie-Hightech-Unternehmen im Handumdrehen der größte Schlachter der Welt (siehe Foxconn), aus einer einfach zu benutzenden Suchmaschine mit Killeralgorithmus wird ein Daten-Kraken, der alles frisst, was er vor das Maul geworfen kriegt, da wird aus einem “I’m CEO, Bitch!” ein Börsenmilliardär, der behauptet, verreckende Eichhörnchen vor der eigenen Tür wären wichtiger als verhungernde Kinder in Afrika.
Kann ich, bitte, erfahren, wie man hier aussteigt!? Wie man den ganzen Scheiß ab 2000 rückgängig macht?? Ihr Vollpfosten: Für sowas wurde das Web nicht erfunden. Trotz dass es von Anfang an als offenes System gedacht war steuern wir genau in die Richtung, die Unternehmen uns diktiert hätten, hätte es damals Robert und Tim nicht gegeben. Es ist doch scheißegal was man macht, die finden immer einen Weg es in die Richtung zu lenken, die sie gerade brauchen. Und wenn der ganze Zug, mit dem ganzen Gedöns und Blabla gegen eine Wand steuert. Viel Spaß beim Aufprall!
Ah ja, die Redmonder. Dieser Move war auch wieder unfassbar vorhersehbar, doch irgendwie muss ich immer grinsen, wenn sowas an die Öffentlichkeit weitergegeben wird:
“Microsoft macht den Nutzern von Windows XP Angst. Windows XP ist nicht nur das unsicherste aller Microsoft-Betriebssysteme, seine Nutzung wird auch immer risikoreicher, mahnt das Unternehmen.” [via]
Logo, müssen sie sagen. Man will dieses Jahr ja auch 500 Millionen(!) Windows 8-Kopien unter das gemeine Volk bringen.
Im Juni letztes Jahr lag die Install-Base bei ca. 1,4 Milliarden Windows-Systemen. Geschätzt. Derzeit sieht die Versionsverteilung so aus:
Windows 7 44.55%
Windows XP 38.99%
Windows Vista 5.17%
Windows 8 2.79%
Windows 2000 0.06%
Windows NT 4.0 0.06%
Windows 98 0.01%
In dem Artikel steht, “Windows-XP-Rechner [sind] mehr als 56-mal häufiger Opfer von Malware und schädlicher Software, Tendenz steigend” als andere Versionen von Windows. Außer die Ausgabe Nummer 7 sind jedoch alle Prozentzahlen für diesen Vergleich Kokolores. Also überhaupt nicht oder nur sehr wenig relevant.
XP rockt halt (immer noch), ob M$ das nun will oder nicht. Aber klar passt ihnen das nicht, klar wird so kein frisches Geld verdient und klar bringt man so die ganzen DAUs nicht dazu sich noch ein unnützes Windows-Phone und ein noch unnützeres Surface-Tablet dazuzukaufen.
Am 8. April 2014 endet der Lebenszyklus von XP. Und damit der Zyklus des wahrscheinlich besten Betriebssystems aus dem Hause Microsoft. Bis heute übrigens.
Vista war vom Start weg ein einziges Desaster und das zu recht. 7 ist bis heute das vielleicht fähigste OS nach XP, aber viel zu viel wurde vor dem Nutzer versteckt oder gar nicht mehr angeboten (siehe die Daten für z.B. Netzwerkverbindungen, wieder wurde das Rechtemanagement nicht weiterentwickelt, eigene Anpassungen, sogenanntes Desktop-Modding, wurde wieder erneut erschwert oder ist gar nicht mehr vorgesehen, das Theater mit den Widgets, die eigentlich eine kreative Idee, aber nie wirklich sicher waren, etc. pp.). Und jetzt Windows 8, oder das “AOL-Windows”, wie wir von der Front es gerne nennen, mit seinem degenerierten Kachelkonzept; are you serious!?
Sicher ist: nach dem 8. April sollte man XP NICHT mehr benutzen. Und wer denkt, mit einem Umstieg auf eine neuere Windows-Version sei man aus dem Schneider, der irrt gewaltig: Vieles wird NICHT mehr funktionieren in neueren Versionen, an die man sich in XP gewöhnt und eventuell lieb gewonnen hat. Da kommen Probleme mit Druckern, Scannern, Netzwerkkarten, Grafikkarten, Festplatten, Smartphones, Digitalkameras, und, und, und, sowie natürlich der Umstieg auf komplett neue Lizenzen für Programme, wenn man denn alles wieder up2date haben will. Nochmal: Vieles wird NICHT mehr funktionieren. Period.
Na dann viel Spaß! Das Jahr ist schneller rum, als XP-Normalverbraucher denkt.
Eine einfache Lösung gibt es für das Problem, die intern bestimmt in einem Microsoft-Regelwerk steht: Neuen Rechner kaufen! Natürlich mit: Windows 8! Und den alten mitsamt Hard- und Software wegwerfen. So wird das gemacht in turbokapitalistischen Systemen des 21. Jahrhunderts, ihr zurückgebliebenen Technik-Nixblicker.

Ich befürworte so einen Quatsch wie Excel natürlich nicht. Doch ein Jeder kennt es noch aus der Schule oder zumindest von den ersten digitalen Gehversuchen mit Office-Programmen. Daher finde ich die Idee, was der Kanadier Cary Walkin daraus gemacht hat, sehr genial: Das Excel-Rollenspiel.
Darin enthalten:
[via]
Das funktioniert mit 100% Wahrscheinlichkeit bei Excel 2007 und 2010. Bei 2013 weiß man nicht so recht, kann aber versucht werden. Hier ist der Direktlink, die Datei ist nur 1MB groß.
Sorry, meine Pinguin-Freunde, aber dieses Ding war einfach zu krass.
Vor allem wenn man bedenkt, was er in der Zeit hätte mit der Tabellenkalkulation arbeiten sollen. Zocken selbst dürfte auf die Art auch eine gute Tarnung sein…
Jetzt bitte für LibreOffice und alle sind zufrieden. Wobei: Für MAC funktioniert dieses Game leider auch nicht.
21 Nachrichten finde ich in meinem Feed-Reader seit Mitte Oktober zum Thema Secure Boot. Und das sind nur zwei Quellen. Macht im Schnitt runde vier Beiträge pro Monat. Also jede Woche mindestens ein Mal eine Meldung zu diesem Bullshit. Es reicht!
Das denkt sich endlich auch mal eine Gruppe von Leuten (8.000 insgesamt) und will dagegen etwas machen: Hispalinux hat gegen Micro$oft Klage bei der EU-Kommission eingereicht. 14 Seiten stark. Danke!
Ich nenne das Secure-Boot-Verfahren eine Seuche. Hispalinux drückt das eloquenter aus:
“Secure Boot mitsamt Microsofts Schlüssel [ist] “de facto ein technologisches Gefängnis für Computersysteme.” Die Windows-Plattform sei damit so wenig neutral wie noch nie und verhindere fairen Wettbewerb.”
Meins ist besser. Aber so sieht es halt aus.
Dieses Verfahren, das derzeit eh nur von Windows 8 und Windows 2012 Server verwendet wird, ist nur ein weiterer Versuch der Redmond-Sklavenhalter euch eure Hardware wegzunehmen. Das Gerät wird hier nur als Teil der Software betrachtet, was ein Schlag ins Gesicht eines jeden Ingenieurs ist.
Überhaupt EFI: Selbst der Vorgänger von UEFI, entwickelt von Intel, spiegelt diese Windows-Techniken nur. Das war nie eine Weiterentwicklung des good old BIOS, sondern eine Remote-Schnittstelle für ein strauchelndes Software-Unternehmen. UEFI mit seinen elf “Partnern”, die sich “Promoter” schimpfen: AMD, American Megatrends, Apple, Dell, HP, IBM, Insyde Software, Intel, Lenovo, Microsoft und Phoenix Technologies. Logo.
Denkt was ihr wollt. Ich will Micro$oft tot sehen. Für immer.
Für alle meine Fans von W1ndow$ und Internet Explorer:
1. Rechtsklick auf Desktop, neue Verknüpfung
2. Bei “Geben Sie den Speicherort für das Element ein:” folgendes eintippen: Shutdown.exe -s -t 00
3. Bei “Bitte geben Sie den Namen für die Verknüpfung ein”: Internet Explorer, dann “Fertigstellen”
4. Rechtsklick auf das neue Icon auf dem Desktop, auf “Anderes Symbol” klicken, dann das Icon für den Internet Explorer auswählen. OK, übernehmen, noch einmal ok.
5. Fertig! [via]
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“Je höher das Datenschutzniveau ist, desto teurer werden die Produkte, was der Nutzer bezahlen muss”, sagte Microsoft-Managerin Tanja Böhm in Berlin.
[via]
Einstiegspreis Windows 7: 150-300€ (Stand Dezember 2010)
Einstiegspreis Windows 8 Pro: 30-60€ (Stand Oktober 2012)
Ähm. Was bedeutet das jetzt für das Datenschutzniveau vom neuen Windows 8? LOL?!?
Bill Gates war in der Zwischenzeit zu Besuch bei der SPD(!). Ähm. Warum nicht CDU!? Und seit wann genau gilt jetzt Bill Gates als Philanthrop, also als “Menschenfreund”? Realität, anyone???
Ich hatte heute die beste Email des Jahres in meinem Briefkasten. Ich kann mir den Eintrag sparen, denn es spricht höchstselbst Tomatenkopf Steve Ballmer über sein neues Wunder-Betriebssystem Windows 8 (Absender: ballmer@microsoft.com)!
Viel Spaß!
Subject: Windows 8 is Fail
Windows 8 is a lousy Operating System. Its supposed improved performance and claims of improved battery life are exaggerrated, Windows Store is a shameless attempt to pump people for money, and the user interface changes decrease productivity. It is a poor product created for the sake of getting money from your pockets into theirs while offering you as little value as possible. Security is not much different – most exploits and malware that work for earlier Windows versions will still work on Windows 8. One thing that might not work well on it is you, because they switched the interface around so that you have new computer skills to learn. It doesn’t really matter whether you want to buy it anyway, because sooner or later it will probably be forced on you by hardware manufacturers.
Windows 8 is a shameless marketing ploy, introduced just in time for the “holiday shopping season”, which is another big scam. There is nothing “Holy” about it, because “Christmas” is a big lie.
Excerpts from http://findtruthmirror.com/xmas.htm
“Xmas has absolutely nothing to do with God. It was originally called Yuletide, which is a pagan festival from the Babylonian Mystery religion of SUN worship. The Babylonians were merchants (they were the originators of the “Market-system” which is condemned by God) and they used Yuletide to sell their merchandise because, like today, it made them lots of money.”
“SANTA CLAUS is an anagram for SATAN.”
“The fact that the three kings came to pay homage, and brought gifts of great wealth, was used by Satan to give, to those who perverted the teaching, the idea to continue and even increase the sales of their merchandise (a great marketing-exercise for them). So the virgin-birth was hijacked and corrupted into a time to make lots of money, using the ultimate in “high-pressure sales techniques”, which was to falsely use God’s Son’s name, in order to embarass people, who couldn’t afford to buy gifts, to go into debt or steal in order to buy their merchandise. By doing this the rich merchants ruin the lives of the poor, driving them further into debt and poverty or crime, whilst making themselves richer and richer.”
Do you want to give more of your hard-earned money to an opulent mega-corporation? Do you want to serve satan? Don’t fall for the cheap con-artist tricks of the Windows peddlers.
Ich weiß selbst nicht, was passiert, wenn man diesen Link klickt, daher verlinke ich das nicht.
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Erstaunlich wenig Orthographie-Fehler für eine Spam-Mail! Bitte mehr davon!

Was wir hier sehen ist der Werkzeugkasten eines Passwort-Crackers:
25 zusammengeschaltete AMD-Radeon-Grafikkarten, die mit bis zu 10 GBpS kommunizieren können.
Mit dem entsprechenden Programm (erhältlich z.B. über BackTrack) kann diese Kiste 348 Milliarden NTLM-Passwort-Hashes verarbeiten. Pro Sekunde versteht sich.
[via]
Beispiel: Ein XP-Passwort mit 14 Zeichen fällt innerhalb von 6 Minuten.
Unter dem angegebenen Link finden sich noch mehr Sicherheits-Experten-Zahlen-Spielereien. Lohnt sich.
Micro$oft hat von seinem nagelneuen Betriebssystem Windows 8 40 Millionen Einheiten verteilt. In einem Monat.
Das sind sogar noch 10 Millionen mehr als damals von Windows 7 im gleichen Zeitraum.
Ähm, hallo!? WTF!?
Wie immer sind die Angaben, wieviel davon tatsächlich nagelneue Vollversionen waren, wieviele nur Updates und wieviele bei dem PC sowieso dabei waren schwammig bis gar nicht vorhanden. Das betrifft übrigens auch den Surface: Hier wurden bislang überhaupt keine Informationen rausgelassen. Da man die Bestellungen bereits von 4 auf 2 Millionen gedrosselt hat (bis zum Jahresende), sieht es hier wohl weniger gut aus.
Ich kann mir nicht erklären, wie M$ das immer wieder schafft. Vielleicht kauft Geld wirklich Kunden, keine Ahnung. Es ist ja jetzt nicht so, dass man die 8er wirklich nötig hätte, Windows 7 hatte von Haus aus nicht diese gravierenden Negativaspekte wie Vista.
Trotzdem. Redmonder Kommentare zu solchen Dingen sind immer mit Vorsicht zu genießen. Der Finanzmanager von Asus beispielsweise sagt zum selben Thema, die Nachfrage nach Windows 8 sei “nicht besonders hoch”.
Was soll’s. Viel Spaß noch mit AOL-Windows! Vollpfosten.
In wenigen Tagen steht uns Windows 8 ins Haus. Es ist auch gleichzeitig der Schlusspunkt von Windows wie wir es kennen: Die Oberfläche wird in etwa so aussehen, was AOL Ende der 90er probiert hat und grandios gescheitert ist. Außerdem soll eine Verschmelzung zwischen Windows Mobile, der XBox und Windows selbst stattfinden. Am Ende läuft alles nur noch über Apps auf einem Dashboard mit unterschiedlichen Panelen. Das kann also eigentlich nur schiefgehen.
Manch einer sieht in der neuen Version gar das Ende von Windows überhaupt. Aber solche Statements gab es in der Vergangenheit schon öfter und die Redmonder haben es trotz allem immer wieder geschafft das Ruder herumzureißen.
Zu diesen Pessimisten gehört auch Marc Benioff. Den muss man jetzt nicht kennen, er ist Betreiber eines Cloud-Computing-Dienstes. Er hat also auch geschäftlich Interesse daran, dass M$ mit Windows 8 scheitert. Das bringt ihm neue Kunden für seinen Dienst und eine klingelnde Kasse.
Anyway, seine Argumente sind trotzdem interessant.
Zwar will er nicht “aggressiv Stimmung gegen Microsoft machen”. Doch im Gegenzug haut er drauf: Wie bereits erwähnt sei Windows 8 “das Ende”. Das liege auch an den Smartphones und Tablets von Apple und Google. Diese Auswahl und diese Möglichkeiten hätte es vor 48 Monaten nicht gegeben, da war Windows 7 gerade mal ein Jahr jung.
Auch das Ziel der Vernetzung, seit XP immer mal wieder einer der Knackpunkte der Redmonder und bislang kaum überzeugend realisiert, sei verfehlt worden. Windows sei hier schlicht “irrelevant”.
[via]
In der Industrie macht sich zudem ein Trend breit, der den IT-Dinosaurier nicht weiterbringt: “Bring your own device“. Vielleicht das Buzzword der letzten paar Jahre, mindestens seit es Smartphones gibt. Entgegen vieler anderer Trends, die sich auf private Bereiche beschränken, hat es diese Sache sogar in die Unternehmen geschafft, große wie kleine.
Fakt ist: Es ist einiges in Bewegung gekommen die letzten Jahre. Mitte August wurden jeden Tag 900.000 Android-Geräte aktiviert. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Windows-Install-Base (also sämtliche Windows-Versionen des Planeten, egal ob mobil oder PC) im ersten Quartal 2014 überholt sein dürfte. Das macht dieses “spezielle Linux” zum erfolgreichsten des Planeten (ich sage deshalb “speziell”, da es laut den Kernel-Entwicklern noch etwa vier Jahre dauert, bis sich hier beide Systeme ausreichend angenähert haben und man von Linux wieder als Ganzes reden kann).
Und auch gegen Apple kann man sagen was man will, aber die Grenze ist hier noch lange nicht erreicht. Im zweiten Quartal 2012 gab es 200 Millionen mobile iOS-Geräte, machte damals einen Marktanteil von satten 20%. Zum Vergleich: Windows Phone und Windows Mobile kommen auf 27 Millionen Geräte und insgesamt 2% Marktanteil.
Fazit: Micro$oft hat noch einiges vor. Zur Stabilisierung wird auch nicht beitragen, dass man nach nur drei Jahren wieder ein komplett “neues” Betriebssystem auf den Markt wirft. Viele Unternehmen dürften sich noch gar nicht richtig an Windows 7 gewöhnt haben oder nutzen bis 2014 sogar noch XP, da erscheint schon wieder ein Nachfolger. Eine Art Game Over wäre zwar schön, doch die Realität sieht meistens anders aus.
Das wird aber auch davon abhängen, wie Google und Apple ihre eigenen Pläne weiter vorantreiben können. Am Ende entscheidet der Nutzer. Und dank “Bring your own device”, oder wie man es jetzt auch nennen möge, hat man hier viele Möglichkeiten und damit auch handfeste Alternativen parat, von denen man früher nur träumen konnte. Und mit “früher” meine ich die letzten fünf Jahre, nicht 10, 20, auch keine 50. Das wird noch ziemlich interessant.
Die Redmonder gelten nicht gerade als die kreativsten Köpfe im weitreichenden IT-Feld. Wenn es aber darum geht, die eigene Vormachtstellung zu behaupten, greifen sie mitunter auf abenteuerliche Methoden zurück. Eine davon ist das (ironischerweise) sogenannte Secure-Boot-System.
Zwar sind proprietäre BIOS-Systeme alles andere als neu und selbst die bringen ja gewisse Einschränkungen für den Endanwender mit. Doch zukünftig läuft das alles etwas anders, wenn man sich einen neuen PC kauft, auf dem Windows 8 vorinstalliert ist und das hilft keinem Linux-Nutzer.
Im Klartext, hier ein Kommentar von Glyn Moody, von “ComputerWorld”:
“…this “approach seems to be making it hard if not impossible to install GNU/Linux on hardware systems certified for Windows 8″.[20]
Genial, echt. Respekt, Redmond! Ihr habt euch wieder mal selbst übertroffen!
Das Geile: Diese Methode muss zwingend von M$ zertifiziert sein.
Man wird also einen Schlüssel brauchen, um auf dem PC, den man gekauft hat, ein anderes Betriebssystem zu installieren als das mitgelieferte.
All your hardware belongs to Micro$oft!1!1
Anyway.
Die Linux-Community arbeitet (oder muss ja im Endeffekt) an Workarounds. Man entwickelt quasi einen Bootloader für den Bootloader. Das klingt nicht nur komisch, das ist es auch: Der erste Bootloader braucht zwingend diese M$-Zertifizierung. Der zweite bietet dann die gewohnte Möglichkeit alternative Betriebssysteme zu installieren.
M$ will es wiederum den PC-Herstellern überlassen, Secure Boot zu deaktivieren. Wie großzügig. Bei Windows RT-Systemen, die mit der ARM-Architektur ausgestattet sind und die bei fast allen Smartphones, sowie bei Tablet-Computern zum Zug kommt, wird eine Deaktivierung von vornherein ausgeschlossen und unmöglich gemacht.
Hier zur Zusammenfassung, das Rätsel des Tages: Wie passt ein Private Key als Lizenz, signiert von einem der schäbigsten IT-Unternehmen aller Zeiten mit Open Source zusammen? Na? No. Fucking. Way.
[Update I: 26.11.12]
Leider alles keine Paranoia, sondern harte Realität:
“Man lädt aber nicht einfach sein UEFI-Binary hoch und bekommt es signiert zurück”, schreibt Bottomley. Es muss in eine Cab-Datei gepackt und zur Verifikation signiert werden. Dafür stehen freie Anwendungen bereit, für den Upload muss aber Silverlight verwendet werden, was nicht für Linux verfügbar ist.”
[via]
Jaja, die Redmonder. Insgeheim wissen sie ja schon genau, wie sie’s machen müssen…
Skype war mal echt cool. Doch das ist jetzt schon eine Weile her.
Seit Ende 2011 gehört Skype zu Microsoft. Mit 8,5 Milliarden US-Dollar war das die teuerste Übernahme der Firmengeschichte. Der Deal wurde im Oktober letzten Jahres abgeschlossen, Skype ist nun eine 100%ige M$-Tochter.
Diese Hure.
Es war klar, dass nun alles schiefgehen muss. Doch auch in der Vergangenheit war nicht alles rosig mit Skype, dazu später mehr.
Jedenfalls, Microsoft hat ein Patent zum Ausspionieren von Skype angemeldet (Link). Hallo Big Brother und Auf Nimmerwiedersehen, Privatsphäre!
Dabei war Skype überhaupt zu keiner Zeit abhörsicher.
In Österreich werden die Gespräche bereits seit 2008 von der Polizei mitgeschnitten. Rein aus den AGBs geht eine Erlaubnis dafür jedoch nicht hervor, Skype räumt sich selbst das Recht ein.
Seit 2010 sind auch Fälle bekannt, wo Skype-Protokolle vor Gericht verwendet wurden. Skype ist seitdem genau so unsicher wie das normale Telefon.
Im Oktober 2010 wurde ferner bekannt, dass der Zoll noch vor dem Verschlüsseln von Gesprächen die Daten auf einen eigenen Server umleiten kann. Eine Fake-Signatur umgeht zudem die “erhöhte Sicherheit” in 64Bit-Windows-Systemen.
Und wenn das alles nicht reicht: Dann bringt man eben wieder das Kinderficker-Argument (zieht immer) und versichert, man müsse uns ja irgendwie beschützen und das geht nur mit diesem M$-Patent. Of course.
Dann sind da noch viele kleine kritische Details.
Manche beziehen sich auf offene Standards (Skype unterstützt SIP und H.323 nicht), andere auf Open-Source-Lizenzen (Verletzung der GPL) oder die Einschränkung auf Intel-Hardware (ein dummer Marketing-Trick).
Am 10. September wurde die Marke von 43 Millionen gleichzeitiger Skype-Nutzer erreicht [via]. Das sind ca. 22 Millionen potenziell abhörbare Gespräche. Na dann: Viel Spaß noch!
Ich fand die Werbung zum Internet Explorer 9 gut. Wie lange läuft die jetzt, ein Jahr?? Jedenfalls, das lag natürlich nicht am beworbenen Produkt, sondern an der Musik.
Man hat sich den damals noch unbekannten Künstler Alex Clare dafür ins Boot geholt, der Soul (gesungen von einem Mann!) mit Dubstep vermischt. Kein Wunder: Produziert wurde sein populäres Debüt-Album von Diplo und Switch, die in UK bereits Elektronika-Sound-Wunder ohne Gleichen abgebrannt haben.
Wir sind bei den aktuellen IExplorer-News wieder bei einem alten Thema: Der erste Eintrag zu “Die Internet-Explorer-Seuche” von mir stammt aus 2005. Sieben Jahre sind vergangen und was hat sich geändert: Rein. Gar. Nichts.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilt heute Abend noch schnell mit, dass man auf den IExplorer 7 und 8 unter XP, sowie auf den 8er und 9er unter Windows 7 gänzlich verzichten soll. Grund dafür ist eine Sicherheitslücke, wodurch…
“…von einer präparierten Seite ein beliebiger Code auf dem betroffenen System ausgeführt werden.”
kann.
Einen Patch von Seiten Microsofts gibt es bisher nicht.
Daher:
” Die Behörde rät deshalb von der Benutzung des Internet Explorers vorerst ab und empfiehlt, auf alternative Browser auszuweichen. Man stehe mit Microsoft in Verbindung und werde darüber informieren, sobald die Lücke geschlossen sei.”
Nothing new here…
Die Zero-Day-Schwachstelle hat Eric Romang entdeckt, hier sein Blogeintrag: http://eromang.zataz.com/2012/09/16/zero-day-season-is-really-not-over-yet/.
Den Quellcode für den Exploit gibt es im Web umsonst, ihr wisst schon wo. Viel Spaß beim Testen!
Seit Windows Vista gibt es Microsoft Gadgets. Das sind kleine Mini-Programme für den Desktop, die diverse Informationen bereitstellen, etwa zum Wetter, über Aktien oder zur CPU-Auslastung. Programmiert werden diese Dinger mit Javascript und HTML. Und genau hier liegt anscheinend das Problem.
In seinem neuesten Security-Update-Bulletin warnt Microsoft eindringlich vor weiterer Verwendung dieser Gadgets. Angreifer könnten so bösartigen Schadcode in das System einschleusen. Diese Lücken werden allerdings nicht gestopft, was nur logisch und erwartbar gewesen wäre, sondern: Man soll die Gadgets und die Sidebar selbst deaktivieren(!). Außerdem gibt es keine Sicherheitsupdates und Aktualisierungen mehr.
Aha. Als “Update” wird hier also die Entfernung eines Features vorgeschlagen!? Klingt. absolut. logisch.
Das neue Windows 8 steht vor der Tür, da ist für so einen Update-Blödsinn keine Zeit mehr. Super Support! Behindert, Altah.
Non capisco niente. Zum Glück bin ich seit 7 Jahren nicht mehr auf M$ angewiesen. WTF.

Hier die Kurzfassung, was das neue Microsoft Surface können soll:
Microsoft Surface ist eine Familie von Tablet-PCs der Firma Microsoft, die am 18. Juni 2012 von Steve Ballmer vorgestellt wurde. Es gibt zwei Versionen mit den Namen Surface und Surface Pro.
Beide Geräte besitzen ein multi-touch-fähiges 10,6-Zoll-Display mit Seitenverhältnis 16:9. Das Gehäuse mit ausklappbarem Ständer besteht aus einer „VaporMG“ genannten Magnesiumlegierung und enthält je zwei Mikrofone und Lautsprecher sowie je eine Kamera an der Vorder- und Rückseite. Der Bildschirm ist mit Corning Gorilla Glass 2.0 verglast. Auch haben beide Versionen die Zwei-Antennen-Konfiguration für W-LAN nach den Standards 802.11 a/b/g/n gemeinsam.
Hier, was es tatsächlich macht:
WIN!
Ich bin mir nicht sicher, ob die Redmonder überhaupt wissen, was für einen Schrott die über ihre Updates verteilen. Deshalb empfehle ich jedem Windows-Nutzer die automatische Aktualisierungsfunktion zu deaktivieren und sich vorher genau anzusehen, was da eigentlich auf den eigenen Computer transportiert werden soll.
Wie jüngst am Dienstag: Durch das Update KB982217 wird im Internet Explorer und Firefox eine mysteriöse “Search Helper Extension” installiert. Und M$ hat mal wieder keinen Plan:
“The worst part of this issue is that Microsoft does not seem to be aware of it: a Microsoft spokesperson simply pointed us to the aforementioned Microsoft Support page that inaccurately describes the update. We asked the company for an explanation of why the extension was installed and what it does, but have yet to receive a reply.”
Der Artikel erschien bei: ars technica.
Es arbeiten nur die kompetentesten und besten Leute bei Micro$oft! Das war schon immer so, macht euch keine Gedanken, die regeln das für euch…
Die Stylus Tough 6010-Digital-Kompaktkamera von Olympus kommt mit einem Wurm. Der kann das Gerät selbst zwar nicht infizieren, doch verbunden mit einer Windows-Maschine kopiert er sich selbst über USB auf die Festplatte und infiziert so alle über USB angesteckten Geräte. Betroffen sind 1.700 solcher Kameras.
[via]
Boing!
Ich glaube, wäre Windows ein Mensch, er hätte so ziemlich jede psychische und physische dreckige Krankheit, die es gibt. Und ca. 100, die es noch gar nicht gab und die erst durch diesen Menschen entdeckt wurden. Boing²!
Zum Schiessen:
Die Jungs & Mädels von Art of the Prank haben eine Microsoft-Office-Box mit einem Alarm ausgestattet, dann das Ding auf der Strasse platziert und abgewartet, was passiert.
Bei Windows XP-Betriebssystemen ist die svchost.exe eine wichtige Systemdatei und 25.000mal im Task-Manager vorhanden. Malware tarnt sich gerne mal als diese Datei, insofern ist es nicht wirklich abwegig diese Datei von einem Antiviren-Programm-Standpunkt aus als potenzielle Gefahr zu sehen.
Doch was McAfee mit dem 5958 DAT Update am Mittwoch für einen Bock geschossen hat war schon überirdisch: Mit diesem Update wurde nämlich “XP SP3″ als Virus W32/Wecorl.a gleichgesetzt und das Betriebssystem mal schnell komplett abgeschossen; XP wurde selbst zum Virus…
Ab da ging alles ganz schnell: Innerhalb von vier Stunden hatten dermassen viele Firmen und Privatanwender kein XP mehr, dass ganze Supermärkte dichtmachen mussten, weil die Kassen nicht funktioniert haben. Selbst beim Chiphersteller Intel gab es Ausfälle, an der Universität Michigan waren 8.000 von 25.000 Rechner dysfunktional.
Das Äquivalent zu friendly fire im Krieg nennt sich hier “false positive”. Die svchost.exe hatte also beim Virenprogramm falschen Alarm verursacht und gleich ein ganzes Betriebssystem abgeschossen. Hilarious!
McAfee hat für betroffene Kunden eine Hilfe-Seite eingerichtet: https://kc.mcafee.com/corporate/index?page=content. Dort gibt es inzwischen auch ein Werkzeug dieses Update wieder vom Rechner zu entfernen.
Tja, was soll man dazu noch sagen? Mit Linux wäre sowas nicht passiert…
Ich kann auch nicht verstehen, wie man auf das Virenprogramm von McAfee setzen kann. Das kostet doch Geld, oder? Das ist genauso unnötig wie Kaspersky und wie sie alle heissen. Gute Virenprogramme gibt es kostenlos, wie z.B. Avira.
Was macht John McAfee (64) eigentlich heute, der exzentrische Gründer des Unternehmens? Er hat fünf Prozesse am Hals, lebt in Belize und sucht nach pflanzlichen Medikamenten für eine Reihe an Wehwehchen. Unter anderem sucht er auch nach einem “Libido-Booster” für Frauen [via]. WTF. Und von so einem lasst ihr euch bei euren Virenproblemen helfen!? Dann habt ihr es auch nicht anders verdient. WTF².
Sieht doch gar nicht schlecht aus für die Kisten, die jeder unter oder auf dem Schreibtisch stehen hat: Ein Team der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit Karlsruhe hat getestet, wie schnell moderne Laptop-Prozessoren in Verbindung mit handelsüblichen Festplatten im Bereich der Geschwindigkeit agieren.
Das Ergebnis: Bezüglich der übertragenen Daten in Relation zur dafür benötigten Energie in Form von Strom waren die Kisten drei- bis viermal schneller als der aktuelle Rekord für sowas. Die Auswertungen gibt es in einer Art Online-Rekord-Nachschlagewerk: http://sortbenchmark.org/. Das gehört unter anderem auch zu HP und Microsoft
[via]
Doch nicht jeder Heim-PC ist jetzt ein Supercomputer: Das Team hat einfach günstige Prozessoren und Festplatten zu einem Cluster verbaut. Genaues Wissen zu bekommen, um sowas selbst zu machen, ist eine komplizierte Angelegenheit und auch nicht ganz billig.
Bis vor dem 1. April konnte man sich einen mächtigen Supercomputer-Cluster aus diversen playstation 3-Konsolen selber bauen, da diese Konsole Linux-fähig war. Sony hat jedoch diese alternative Betriebssystem-Unterstützung paranoiderweise gekickt, da man die ps3 auf gar keinen Fall bösen Hackern und Homebrew-Programmierern überlassen will. Dafür nimmt der Konzern auch den Verlust eines wichtigen Features der ps3 in Kauf. Was kein neuer Move ist…
Jedenfalls, dieser Test liefert ein wichtiges Statement zum Energieverbrauch der zukünftigen Gadgets: der wird nicht sehr hoch sein müssen. Ob das die Hersteller der tragbaren Hardware jedoch beherzigen werden, müssen sie selbst entscheiden.
Ein Laptop trägt in jedem Fall seinen Namen nicht zu Unrecht.